01 – Die Geschichte
Aus Träumen werden Ziele.
Jedes Unternehmen in diesem Portfolio fing als leicht unvernünftige Idee von irgendwem an: eine Firewall für Prompts, ein Wolfsrudel aus Sales-Agenten, eine Podcast-App ohne Algorithmus. Bei Kempunaut werden aus solchen Ideen Unternehmen.
Kempunaut ist strategischer Partner für Gründerteams, die in KI, Cloud-Technologie und Cybersecurity etwas aufbauen: Kapital, Leute und die unglamouröse Infrastruktur, mit der ein kleines Team auftreten kann wie ein großes. Sechs Marken leben heute unter seinem Dach, AI Lab, heySec, WolfOS, fixSignatures, Netiserver und podnod, und drei weitere – ADM Cloudtech, CloudVPS und PostPal – wurden schon verkauft oder abgewickelt. Sie bleiben trotzdem aufgeführt, denn ein Portfolio, das nur seine Erfolge zeigt, ist eine Broschüre.
Noch ein weiter Weg. Und ein klares Ziel.
02 – Die Idee
Ein Astronaut, keine Rakete.
Holdings kleiden sich meist wie Anwaltskanzleien: Initialen, eine Serifenschrift und ein Blauton, der noch nie jemanden aufgeregt hat. Kempunaut ging den anderen Weg: ein kleiner Astronaut mit einem Helm, der eine Nummer zu groß ist, steht auf einem dunklen Mond und schaut auf eine Stadt, die am Horizont leuchtet.
Die Größenverhältnisse sprechen für sich. Eine Rakete behauptet, schon angekommen zu sein, und so ganz glaubt man das einer Rakete nie. Eine kleine Figur vor etwas weit Entferntem gibt zu, wie weit der Weg noch ist, und macht trotzdem Lust, loszugehen. Ambition, ohne ein einziges Mal „Disruption“ zu sagen.
Die Palette ist der Nachthimmel: tiefes Navy mit cyanfarbenem Leuchten und ein einziger Akzent in Hot Pink. Montserrat trägt die Headlines, breit und freundlich, darunter Open Sans für alles, was gelesen werden muss.


Nacht
#0A0A1F
Cyan-Leuchten
#00FFFF
Hot Pink
#FF4C9A
Nebel
#E0E8FF
03 – Die Umsetzung
Eine Seite, ein Versprechen, ein Raster.
Das Produkt von Kempunaut ist das Portfolio selbst, also hat die Website genau einen Job: die Marken zeigen, fair, und ansonsten nicht im Weg stehen.

Ein Satz, dann die Arbeit.
Die Startseite sagt „Dreams will become Goals“, zeigt den Astronauten und hört dann auf zu reden. Die Website eines Investors lässt sich leicht mit Thesen und Frameworks füllen. Die Gründerteams, für die sie eigentlich gemacht ist, haben hundert davon gelesen; sie wollen sehen, wer schon mit am Tisch sitzt.
Jede Marke bekommt dieselbe Karte.
Ein Logo, ein Satz und ein Link nach draußen, gleich groß für einen Hoster von 2009 und eine Idee vom letzten Jahr. Eine Rangfolge wäre einfach gewesen, und sie hätte jedem Gründerteam im Raster genau gesagt, wo es steht. Ein Raster kann zeigen, was eine Werte-Seite nur behauptet.


Die meisten sehen es zuerst als Vorschau.
Ihren ersten Eindruck macht eine Holding meist im Chat von jemand anderem, als Linkvorschau in Briefmarkengröße. Deshalb trägt die Nachtszene auch die Social-Media-Banner und Vorschauen, und sie übersteht jeden Zuschnitt: Schneid alles andere weg, und Astronaut und Leuchten sind immer noch klar Kempunaut.
04 – Was geblieben ist
Sechs Marken unterwegs, drei schon Geschichte.
Heute sechs Unternehmen im Portfolio, drei schon Vergangenheit: Die verkauften und die geschlossenen stehen weiterhin auf der Seite. Sie stehen zu lassen hat nichts gekostet und etwas gebracht, das sich eine Holdingmarke anders nicht kaufen kann: das Gefühl, dass sie dir erzählt, wie es wirklich gelaufen ist.
Der Astronaut schaut immer noch auf die Stadt.
